Für unseren Körper verläuft jeder Tag mehr oder weniger gleich, ohne dass wir etwas dagegen unternehmen können.
Im Laufe des Tages steigt unsere Körpertemperatur stetig an, bis sie am Nachmittag ihren Höchststand erreicht. Danach sinkt sie wieder ab und erreicht in der zweiten Nachthälfte zwischen drei und vier Uhr ihren Tiefststand.
Eine niedrigere Körpertemperatur begünstigt also tiefen, gesunden und erholsamen Schlaf, während eine höhere Temperatur die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigert.
Der Tag im Einzelnen:
Am Morgen steigen Pulsfrequenz und Körpertemperatur an, zwischen 10 und 11 Uhr am Vormittag stellt sich meist ein erstes Leistungshoch ein. Das Nervensystem steigert die Aktivität bis zum Mittag. Wenn wir unseren Tagesenergiehöhepunkt erreichen, funktionieren z.B. Rechnen und Sehen am besten. In der Zeit zwischen 13 und 14 Uhr erleben die meisten Menschen ein erstes deutliches Leistungstief. Köpertemperatur und Blutdruck steigen trotzdem weiter an. Nach diesem Tief erreichen wir am späten Nachmittag ein zweites wirkliches Hoch, welches uns nochmals voller Energie sein lässt. Mit Einsetzen der Dunkelheit beginnt der Melatoninspiegel zu steigen, was uns müde werden lässt. Der Körper stellt sich auf die Nacht ein und entspannt sich. Die Produktion des Hormons Adrenalin, das uns reaktionsfähig und wach hält, lässt langsam nach.
Nach den ersten Stunden Schlaf wird das Wachstumshormon ausgeschüttet, das nicht nur das Wachstum, sondern auch den Tiefschlaf und die Erholung fördert. Gegen 3 Uhr nachts hat die Körpertemperatur ihren Tiefststand erreicht, der Melatoninspiegel seinen Höchststand. Nun beginnt der Cortisolspiegel zu steigen, bis er am frühen Morgen seinen Höchststand erreicht. Das bereitet uns auf das Ende der Nacht vor bis wir schließlich aufwachen. Cortisol hemmt außerdem das Immunsystem, das in der ersten Nachthälfte auf Hochtouren arbeitet und es unterdrückt die Ausschüttung des Wachstumshormons.
Der nächste Tag beginnt - der Kreislauf startet von vorn.
Für die beiden Hochphasen am Tag sind der erhöhte Blutdruck, geringeres Schmerzempfinden durch vermehrte Ausschüttung von Endorphinen und meist auch eine bessere Stimmungslage charakteristisch.
Eine weitere Besonderheit unseres Tagesrhythmus besteht darin, dass wir alle vier Stunden ein leichtes Tief durchleben. Deswegen fühlen wir uns tagsüber mitunter ein wenig schlaff und müde. Diese Müdigkeitsattacken können wir unterdrücken - oder uns zunutze machen. Meist werden sie jedoch durch einen Kaffee oder etwas Süßes (Zucker jedweder Art) überbrückt und nicht genutzt. Sinnvoller ist jedoch eine kurze Entspannungsphase. Meist reicht es, kurz die Füße hochzulegen, sich zurück zu lehnen und auf die Zeichen des Körpers zu hören.
Wenn wir einen kurzen „Daybreak“ machten, sorgte er dafür, dass wir uns ausgeruht und mit neuer Energie unserem weiteren Tagwerk zuwenden könnten.
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre…..